Games made in Bavaria: Standortstudie belegt Wachstum und wirtschaftliche Stärke // Digitalminister Mehring: „Bayern gibt seinen Pixelpionieren doppelten Rückenwind!“
28. April 2026
Games sind heute nicht nur ein digitales Kulturgut, sondern ein wachsender Wirtschaftszweig mit erheblicher Bedeutung für Wertschöpfung und Beschäftigung. In Bayern sind aktuell 223 Games-Unternehmen angesiedelt, das gesamte Ökosystem umfasst rund 320 Akteure. Seit 2018 hat sich die Zahl der Unternehmen mehr als verdoppelt (+103 Prozent) und liegt damit über dem Bundesdurchschnitt. 84 Prozent der Unternehmen wurden seit 2010 gegründet. Das zeigt die erste Games-Standortstudie für den Freistaat (Download), die eine datenbasierte Grundlage für die Weiterentwicklung der bayerischen Games-Strategie schafft. Sie wurde auf Initiative des Abgeordneten Felix Locke mit Unterstützung der Regierungsfraktionen im Bayerischen Landtag erarbeitet.
Die Analyse weist für die Games-Unternehmen in Bayern einen Umsatz von rund 347 Millionen Euro aus. Insgesamt sind rund 2.080 Personen beschäftigt. Die wirtschaftliche Bedeutung zeigt sich auch an den gesamtwirtschaftlichen Effekten: Jeder in der Games-Branche erwirtschaftete Euro führt zu einer Bruttowertschöpfung von rund 2,60 Euro in der Gesamtwirtschaft.
Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring: „Die Studie zeigt eindrucksvoll, was unser Games-Standort heute schon wirtschaftlich leistet – und welches enorme Potenzial noch in ihm steckt. Die Wachstumsbranche steht für kreative Exzellenz, digitale Innovationskraft und unternehmerischen Mut. Unsere Strategie geht auf: Bayern wird zunehmend auch für internationale Studios zu einem attraktiven Standort. Neue Unternehmen kommen zu uns, werden Teil unseres starken Ökosystems und bringen frische Ideen mit. Nachdem wir Bayern in den letzten beiden Jahren gezielt zu Deutschlands bestem Games-Standort entwickelt haben, legen wir jetzt noch eine Schippe drauf. Mit der Verdopplung unserer Förderkulisse für Games und E-Sport geben wir Bayerns Pixelpionieren zukünftig doppelten Rückenwind und setzen ein dickes Ausrufezeichen hinter diesen dynamisch wachsenden Wirtschaftssektor.“
Zugleich bewertet die Branche die Standortbedingungen im Freistaat insgesamt positiv: Neben der hohen Lebensqualität wird insbesondere die bayerische Landesförderung von rund zwei Dritteln der Befragten gut eingeschätzt – deutlich besser als im Bundesvergleich. Auch Ausbildungssituation, technische Infrastruktur und wirtschaftliches Umfeld schneiden in Bayern überdurchschnittlich ab und werden mehrheitlich positiv beurteilt. Als besonderes Alleinstellungsmerkmal nennen viele Unternehmen zudem die sichtbare politische Rückendeckung für die Games-Branche.
Die Erstellung der Standortstudie geht auf eine Fraktionsinitiative der Landtagsfraktionen von CSU und Freie Wähler zurück, die hierfür 50.000 Euro bereitgestellt haben. Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Digitales wurde die Studie von Games/Bavaria beauftragt, vom FFF Bayern unterstützt und von der Goldmedia GmbH durchgeführt.
Annette Kümmel, Geschäftsführerin Medien.Bayern:
„Die Studienergebnisse zeigen noch einmal deutlich, dass die Games-Branche in Bayern sich durch eine besonders hohe Gründungsaktivität und eine vielfältige unabhängige Struktur auszeichnet. Das ist für Games/Bavaria Bestätigung und Ansporn, gerade die Indies in den Fokus zu nehmen – sowohl in München als auch den regionalen Schwerpunkten in Franken und Schwaben.“
Dorothee Erpenstein, Geschäftsführerin FFF Bayern:
„Als FFF Bayern stehen wir seit 2009 im engen Austausch mit den Studios und erhalten so wertvolle qualitative Einblicke in das, was die Branche bewegt. Diese Erkenntnisse werden durch die vorliegenden Daten der vom FFF Bayern unterstützten Studie nun quantitativ ergänzt und eingeordnet. Die Ergebnisse zeigen deutlich, welche zentrale Rolle die Förderung vor allem in der Phase der Prototyp-Entwicklung für viele Unternehmen in ganz Bayern spielt und wie die Förderung besonders unabhängige Studios stärkt. Zugleich bestätigt der Input der Studie unsere Überlegungen zur Richtlinienfortschreibung und liefert weitere Hinweise für das Potenzial und die Weiterentwicklung des Standortes.“
Felix Locke, Mitglied des Landtags:
„Die Games-Branche ist ein gutes Beispiel für die Wirtschaft von morgen: kreativ, technologieorientiert und mit großen Chancen für junge Talente. Gerade Bayern hat hier enormes Potenzial – mit einer hervorragenden Ausbildung, innovativen Unternehmen und einem starken Mittelstand. Entscheidend ist für mich, dass wir nicht nur über Digitalisierung sprechen, sondern konkrete Wertschöpfung im Freistaat schaffen. „Games made in Bavaria“ zeigen eindrucksvoll, wie aus Ideen Arbeitsplätze und internationaler Erfolg entstehen können.“
Pressemitteilung
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HERAUSGEBER
Bayerisches Staatsministerium für Digitales

