Bayern ist beim aktuellen Smart City Index 2026 des Digitalverbands Bitkom das stärkste Bundesland. Die bayerischen Großstädte verbessern sich im Mittel auf 79,9 Punkte (Vorjahr: 75,1) und liegen damit vor Baden-Württemberg mit 78,9 Punkten. München erreicht im Gesamtranking Platz 2 und bleibt fest in der Spitzengruppe, nur 0,8 Punkte hinter Stuttgart. Nürnberg legt kräftig zu: Mit 91,3 Punkten verbessert sich die Stadt deutlich um vier Plätze auf Rang 4 und liegt beim Thema Verwaltungsdigitalisierung gemeinsam mit Krefeld deutschlandweit auf Platz 1. Damit unterstreichen Bayerns Großstädte erneut ihre Position als bundesweite Digitalisierungs-Spitzenreiter.
Digitalminister Dr. Fabian Mehring freut sich über die Ergebnisse: „Dass Bayern nun auch beim Smart City Index das stärkste Bundesland ist, zeigt eindrucksvoll: Unsere Digitalpolitik wirkt und geht voll auf. München behauptet sich dabei in der absoluten Spitzengruppe und Nürnberg schließt mit einem großen Sprung nach vorne auf. Genauso wichtig ist mir aber: Bei uns in Bayern sind smarte Kommunen kein Privileg der Metropolen. Stattdessen bringen wir mit unseren Erfolgsprogrammen „Kommunal? Digital!" und TwinBy digitale Lösungen konsequent in die Fläche. So kommt der Mehrwert der Digitalisierung bei allen Menschen in sämtlichen Regionen Bayerns an – nicht als Selbstzweck, sondern mit einem echten Mehrwert für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Zum Beispiel mit dem von uns entwickelten KI-Hochwasserschutz, bei dem wir in immer mehr Regionen des Freistaats Satellitendaten und Sensorik einsetzen, um die Menschen und ihr Hab und Gut mit moderner Technik zu beschützen.“
Bayern als Vorreiter für smarte Gemeinden und Städte
Wie diese Strategie in der Fläche wirkt, zeigt die kürzlich abgeschlossene zwölfmonatige Transferphase des Förderprogramms „Kommunal? Digital!": Mehr als 50 bayerische Kommunen setzen inzwischen digitale Lösungen aus den zehn geförderten Modellprojekten ein, von KI-gestützter Baumkontrolle über ressourcenschonende Bewässerung bis zu digitalen Hochwasserfrühwarnsystemen. Einige der Lösungen finden inzwischen auch über Bayern hinaus Nachahmer, etwa in Berlin, Dresden oder Wien. Möglich wurde das durch eine intensive Wissenstransfer-Arbeit, die das Digitalministerium gemeinsam mit sieben der zehn Pilotkommunen betrieben hat.
Hintergrund Smart City Index
Der vom Branchenverband Bitkom jährlich veröffentlichte Smart City Index vergleicht deutsche Großstädte ab 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern anhand von über 14.400 Datenpunkten. Bewertet werden fünf Themenfelder: Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie & Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung.