START Summit in St. Gallen: Bayerns Digitalminister will Netzwerk europäischer Tech-Hubs bilden // Minister Mehring: „Europa braucht eigene Tech-Achse.“
20. März 2026
Bayerns Digitalminister Fabian Mehring hat beim diesjährigen START Summit in St. Gallen für eine engere Zusammenarbeit der europäischen Innovationsregionen geworben. Auf der Hauptbühne der führenden europäischen Start-up-Konferenzen diskutierte Mehring gemeinsam mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus der europäischen Politik, Wirtschaft und Start-up-Szene. Dabei rückte Bayerns Digitalminister die Zukunft des Innovationsraums von vier europäischen Top-Regionen für Zukunftstechnologien in den Fokus, aus denen Mehring eine „Tech-Achse im Herzen von Europa“ bilden will: Die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg sowie die Kantone Zürich und St. Gallen.
„Wenn wir wollen, dass ein Teil des digitalen Sounds der Zukunft in Europa spielt, dürfen unsere Innovationsregionen nicht länger nebeneinander arbeiten. Stattdessen müssen wir so eng wie irgend möglich miteinander kooperieren, um im Rennen Richtung KI-Zeitalter mit Asien und den USA Schritt halten zu können. Wenn es um Cloud, KI oder Quantumcomputing geht, sitzen unsere Mitbewerber nicht in Paris oder London, sondern in Shenzhen oder dem Silicon Valley. Um auf Augenhöhe zu kommen, müssen Europas Tech-Hubs sich als ein Team verstehen – wir brauchen maximalen Austausch, mehr gemeinsame Projekte und so viele strategische Partnerschaften wie möglich“, so Mehring.
Der START Summit im schweizerischen St. Gallen gilt mit rund 7.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern als eine der größten Start-up-Konferenzen Europas. Unter dem Leitthema „Embrace New Horizons“ standen insbesondere Deep Tech, neue Investitionstrends sowie die Innovationskraft der Alpenregion im Mittelpunkt.
Mit Blick auf den globalen Wettbewerb sagte Mehring:
„Europa darf im Tech-Wettbewerb nicht zwischen Asien und den USA aufgerieben werden. Unsere Antwort auf die Dominanz einzelner Tech-Giganten muss ein starkes Netzwerk europäischer Innovationszentren sein. Wir setzen auf kluge Kooperationen, exzellente Forschung und eine starke Gründerszene. Wenn wir unsere Kräfte bündeln, kann aus dem Innovationsraum zwischen Zürich, St. Gallen, Baden-Württemberg und Bayern eines der spannendsten Tech-Ökosysteme Europas entstehen.“
Bayern als starker Start-up-Standort in Europa
Der Freistaat geht dabei aus einer Position der Stärke in den globalen Wettbewerb: Der Digitalstandort Bayern bleibt auf deutlichem Erfolgskurs. Mit 785 neuen Start-ups im vergangenen Jahr ist die Gründungsdynamik im Freistaat deutlich stärker gewachsen als im Bund (+46 Prozent gegenüber +29 Prozent). Gleichzeitig ist Bayern mit rund 4.400 Start-ups das größte Gründungsökosystem Deutschlands. Das sind zentrale Ergebnisse des erst kürzlich veröffentlichten, ersten bayerischen „Startup und Scaleup Monitor“ von BIHK und Startup-Verband.
Talente im Fokus: BayFiD als Antwort auf Fachkräftebedarf
Am Rande der Veranstaltung traf sich der Digitalminister außerdem mit Teilnehmerinnen des bayerischen Frauentalentprogramms „BayFiD – Bayerns Frauen in Digitalberufen“, die am START Summit teilnahmen. Mehring betonte die zentrale Rolle von Tech-Talenten für die digitale Zukunft Europas: Weder Bayern noch Baden-Württemberg oder die Schweiz sitzen auf Öl oder Gas – unser Wohlstand basiert auf klugen Köpfen. Unsere zentrale Ressource ist das Können der Menschen, die hier leben. Wenn wir das Silicon Valley der Zukunft werden wollen, müssen wir das Talent Valley der Gegenwart sein.“ Der aktuelle „Startup und Scaleup Monitor“ zeigt hier zugleich Handlungsbedarf: Der Anteil an Start-up-Gründerinnen liegt weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Mehring sieht darin eine zentrale Herausforderung für den Innovationsstandort: „Wenn wir auf die Hälfte der Tech-Talente verzichten, verschenken wir enormes Potenzial!“ Programme wie BayFiD setzt der Freistaat gezielt als Antwort darauf ein. Das Frauentalentprogramm vernetzt junge Frauen mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Rolemodels aus der Tech-Branche und stärkt gezielt weibliche Talente für die digitale Zukunft.
Mehring zog nach seinem Auftritt ein positives Fazit: „Der START Summit in den Schweizer Bergen hat wieder eindrucksvoll gezeigt, wie viel Innovationskraft in Europas Start-up-Ökosystem steckt. Jetzt kommt es darauf an, diese Kräfte noch stärker zu vernetzen – damit aus vielen starken Tech-Hubs ein schlagkräftiges europäisches Innovationsnetzwerk wird.“
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HERAUSGEBER
Bayerisches Staatsministerium für Digitales

