FAZID – Fördermodernisierung von A bis Z

Rund 300 staatliche Förderprogramme unterstützen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Kommunen und Organisationen in Bayern. Mit dem Projekt FAZID wird die Grundlage geschaffen, diese Förderlandschaft digital, effizient und zukunftsfähig aufzustellen. Wesentliches Ziel ist der Aufbau einer zentralen Fördermanagementplattform, die Förderverfahren standardisiert und medienbruchfrei abbildet und damit die Digitalisierung staatlicher Förderprogramme nachhaltig vorantreibt.


Warum FAZID?

Die bayerische Förderlandschaft ist vielfältig – und genau darin liegt die Herausforderung. Förderprogramme werden von unterschiedlichen Stellen verantwortet, Antragsverfahren unterscheiden sich stark in ihrer Komplexität, und digitale Standards fehlen oftmals. Dies führt zu: 

  • unvollständig digitalisierten Antragsprozessen
  • hohem Bearbeitungsaufwand
  • unterschiedlichen Verfahrensstandards 
  • begrenzten Möglichkeiten für Monitoring und Auswertung 

FAZID setzt genau hier an und schafft die Grundlage für eine moderne und einheitliche Förderverwaltung. 

Die Lösung: Eine zentrale Fördermanagementplattform

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Fördermanagementplattform (FMP). 

Die Plattform verfolgt einen modularen Ansatz: Einzelne Bausteine eines Förderverfahrens – beispielsweise Prüfvermerk, Bescheid und Auszahlungsanordnung – können in verschiedenen Ausbaustufen flexibel miteinander kombiniert werden. Dadurch entsteht ein standardisierter digitaler Baukasten, mit dem unterschiedliche Förderprogramme effizient umgesetzt werden können.

 

Die Fördermanagementplattform ermöglicht: 

  • digitale und medienbruchfreie Prozesse
  • wiederverwendbare Standardbausteine
  • vereinheitlichte Verfahren
  • eine einfachere Einführung neuer Förderprogramme

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor von FAZID ist die enge Zusammenarbeit mit den späteren Anwenderinnen und Anwendern. Durch Interviews, Workshops und gemeinsame Prozessanalysen entstanden erste digitale Referenzprozesse für Förderverfahren. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Plattform ein. Dadurch orientiert sich die technische Umsetzung konsequent an den Anforderungen der Praxis. Gleichzeitig findet ein regelmäßiger Austausch mit vergleichbaren Digitalisierungsinitiativen auf Bundesebene statt, um Synergien zu nutzen und gemeinsame Standards zu fördern.

Was bisher erreicht wurde

Seit Projektstart wurden wichtige Grundlagen für die Digitalisierung der Förderlandschaft geschaffen:

  • Konzeption einer modularen Fördermanagementplattform
  • Etablierung eines nutzerzentrierten Entwicklungsansatzes 
  • Vernetzung mit Partnern innerhalb und außerhalb Bayerns 
  • Livegang Dezember 2025 mit einer ersten Antragstrecke
  • Livegang von volldigitalisierten Förderprogrammen (Antragstrecke und Sachbearbeitung) im März 2026

Nächste Meilensteine

Die Weiterentwicklung erfolgt schrittweise und iterativ. Im Fokus stehen:  

  • Anbindung weiterer Antragstrecken und Sachbearbeitungen
  • kontinuierliche Verbesserung von Funktionalitäten  
  • Einbindung und Schulung neuer Nutzerinnen und Nutzer