Games, XR und E-Sport

Games, Extended Reality (XR) und E-Sport sind zentrale Bausteine der digitalen Zukunft Bayerns. Sie verbinden Kreativität mit Spitzentechnologie, stärken Wertschöpfung und Innovation und schaffen attraktive Arbeitsplätze im gesamten Freistaat. Zugleich sind Games weit mehr als eine bedeutende Wirtschaftsbranche: Sie sind ein prägendes Unterhaltungsmedium unserer Zeit, Teil der Alltags- und Lebensrealität von Jung und Alt und leisten als Treiber digitaler Kompetenzen einen wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation der Gesellschaft. Als zuständiges Ressort gestaltet das Bayerische Staatsministerium für Digitales die strategischen Rahmenbedingungen für diese dynamische Branche, unterstützt Vernetzung und Sichtbarkeit und setzt gezielte Impulse durch Förderprogramme und Standortinitiativen. Ziel ist es, Bayern als führenden Standort für digitale Spiele, immersive Technologien und kompetitiven E-Sport nachhaltig zu positionieren und die Potenziale für Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft bestmöglich zu entfalten.

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Games – Videospiele als Motor für Innovation und Wirtschaft

Die Games-Industrie ist ein zentraler Treiber digitaler Innovation. Sie verbindet kreative Gestaltung mit technologischer Spitzenentwicklung und wirtschaftlicher Wertschöpfung. Games entstehen an der Schnittstelle von Kunst, Softwareentwicklung, künstlicher Intelligenz, 3D-Technologien und interaktiver Medienproduktion.

Die Branche entwickelt Technologien, die weit über die Unterhaltung hinaus Anwendung finden etwa in Simulation, Bildung, Gesundheitswesen oder Extended Reality. Die bayerischen Games-Studios sind ein leistungsfähiger und dynamischer Sektor mit nationaler und internationaler Sichtbarkeit. Sie schaffen hochqualifizierte Arbeitsplätze, fördern unternehmerische Dynamik und stärken die Digital- und Kreativwirtschaft im Freistaat. Games sind damit nicht nur Kultur- und Wirtschaftsgut, sondern auch ein strategischer Innovationsmotor für die digitale Zukunft.


Zahlen, Fakten, Bedeutung – Mehr in der aktuellen Bayern-Studie

Bayern zählt zu den führenden Standorten der deutschen Games-Branche. Mit rund 220 direkt Games-bezogenen Unternehmen (Entwicklung und Publishing), einem erweiterten Sektor von rund 320 Unternehmen sowie über 2.080 Beschäftigten gehört der Freistaat zu den Top-Standorten Deutschlands.

Die größten regionalen Hotspots sind München, Nürnberg, Regensburg und Bayreuth. Hier bündeln sich kreative Kompetenz, technologische Expertise und unternehmerische Dynamik und prägen das Profil des Games-Standorts Bayern. Darüber hinaus ist die bayerische Games-Branche auch im ländlichen Raum stark vertreten: Zahlreiche Entwicklerstudios sind dezentral angesiedelt und tragen zur regionalen Wertschöpfung, zur Fachkräftesicherung und zur Vielfalt des Sektors bei. Weitere Informationen finden Sie im Downloadcenter in der aktuellen Studie zum Games-Standort Bayern.

 

Um dieses Potenzial weiter auszubauen und nachhaltige Wachstumsimpulse zu setzen, unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Digitales gezielt durch vielfältige Initiativen und Fördermaßnahmen:

Als zentrale Standortinitiative vernetzt Games/Bavaria Studios, Entwicklerinnen und Entwickler, Publisher und Dienstleister, baut Community-Strukturen auf und macht Games aus Bayern sichtbar. Die Initiative bietet außerdem Events, Mentoring, Workshops und einen lebendigen Austausch der gesamten Games-Community im Freistaat. Dazu gehört die bayerische Games-Messe „GG Bavaria“, die als jährlicher Treffpunkt der Branche Studios, Publisher und Fans zusammenbringt und neue Projekte sowie Kooperationen sichtbar macht. Ziel ist es, Bayern dauerhaft als Premiumstandort für Games zu etablieren.

Bereits seit 2009 fördert der FilmFernsehFonds Bayern (FFF Bayern) Konzepte, Prototypen und Produktionen von hochwertigen Videospielen. Diese direkte Fördermaßnahme war der Beginn des staatlichen Engagements im Bereich Games in Bayern. Die Vergabe erfolgt regelmäßig in drei Sitzungen jährlich.


  • Konzeptentwicklung: bis 20.000 Euro (erfahrene Teams: bis 30.000 Euro)
  • Prototypenentwicklung: Zuschuss bis 100.000 Euro oder rückzahlbares Darlehen bis 200.000 Euro
  • Produktionsförderung: rückzahlbares Darlehen bis 500.000 Euro


Ziele der Games-Förderung


  • Starthilfe für neue Unternehmen: Ein gefördertes Spiel kann als Sprungbrett dienen und öffnet Türen für neue Aufträge.
  • Wachstum für etablierte Studios: Hochwertige Spiele mit internationaler Sichtbarkeit sichern nachhaltige Existenz und Wachstum.


Aktuelle Informationen sowie Einzelheiten zu den Antragsunterlagen beantwortet das Team des FFF Bayern auf der Homepage oder im persönlichen Gespräch. 

Die GAMEREI in München ist ein zentraler Kreativ- und Eventspace für die Games-Szene. Sie ist Arbeitsplatz, Treffpunkt, Ausstellungsort und Netzwerkplattform zugleich. Hier finden Austausch, Präsentationen, Veranstaltungen und Branchentreffen statt, die die Games-Community Bayerns sichtbar machen und stärken. 


Bei Interesse an Büroflächen oder Veranstaltungsräumen finden Sie hier weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten.

E-Sport – Wettbewerb, Gemeinschaft, gesellschaftlicher Mehrwert

Moment des Einlaufs bei einer großen E-Sport-Veranstaltung in einer Arena; das Publikum steht auf, hält Plakate und Klatschwerkzeuge in die Höhe und feuert die einlaufenden Spieler begeistert an.

Copyright: StMD


E‑Sport verbindet spannende Wettbewerbe, gemeinschaftliches Engagement und kulturelle Teilhabe. Turniere, Ligen oder Vereinsstrukturen bilden ein Umfeld, in dem Spielerinnen und Spieler jeden Alters ihre Fähigkeiten entfalten können.

Neben digitaler Kompetenz, Teamwork und strategischem Denken fördert E‑Sport soziale Fähigkeiten und ehrenamtliches Engagement. Vereine und Initiativen in Bayern nutzen E‑Sport, um Jugendarbeit und Ehrenamt zu stärken, regionale Events zu organisieren und internationale Wettkämpfe auszurichten. So entstehen Verbindungen zwischen Spielern, Städten, Verbänden und der lokalen Gemeinschaft. E‑Sport ist dadurch mehr als ein Spiel: Er ist Teil der bayerischen Kultur. 

XR – Extended Reality als Schlüsseltechnologie

Staatsminister Dr. Fabian Mehring von der Seite mit einer weißen XR-Brille auf dem Kopf; im Hintergrund zeigt ein Bildschirm ein XR-Spiel mit einer Szene vom Münchner Oktoberfest.

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Extended Reality (XR) ist der Überbegriff für immersive digitale Technologien, die reale und virtuelle Welten miteinander verbinden oder vollständig digitale Umgebungen schaffen. Dazu gehören:

  • Virtual Reality (VR): vollständiges Eintauchen in simulierte Welten,
  • Augmented Reality (AR): Überlagerung digitaler Inhalte der physischen Realität,
  • Mixed Reality (MR): Kombination und Interaktion beider Welten.


XR schafft neue Formen der Visualisierung, Interaktion und Zusammenarbeit – von Games über berufliche Aus- und Weiterbildung bis hin zur Anwendung in Industrie, Medizin und Kultur.

Bayern ist als hervorragender Forschungs- sowie Medien- und Industriestandort sehr gut aufgestellt. Zahlreiche Unternehmen und Start-ups der XR-Branche sitzen hier und sind zusätzlich mit Einrichtungen vernetzt, die Spitzenforschung direkt vor unserer Haustür betreiben.

Das Digitalministerium hat deshalb bereits 2019 unter der Dachmarke „XR Bavaria“ eine Strategie auf den Weg gebracht, mit der wir besonders kreative und innovative Projekte unterstützen sowie mögliche Anwender und XR-Kreative zusammenbringen.

XR entwickelt sich nicht nur als eine primär konsumorientierte Technologie, sondern kann einen Beitrag als branchenübergreifende Infrastruktur auf folgenden Gebieten leisten:

  • digitale Zwillinge und Simulation
  • immersive Aus- und Weiterbildung
  • Remote Collaboration und Wartung,
  • medizinische Visualisierung und Therapie
  • kulturelle und kreative Anwendungen


In Kombination mit künstlicher Intelligenz entstehen neue Formen kontextsensitiver, adaptiver und personalisierter Interaktion. XR gilt daher als Schlüsseltechnologie für die nächste Generation digitaler Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine.

Unsere drei XR-Hubs stärken die XR-Community in Bayern gezielt an den drei Standorten München, Nürnberg und Würzburg. Hier sind jeweils Schwerpunkte auf Forschung (Würzburg), Industrie (Nürnberg) und die Vernetzung der Community (München) gelegt. Neben zahlreichen Projekten und Kooperationen mit Unternehmen aus der Industrie, mit der Wissenschaft und vielen anderen Partnern bieten die XR-Hubs selbst XR-Lösungen an, vernetzen in wichtigen Metropolregionen wie Nürnberg und arbeiten an wissenschaftlichen Projekten, zum Beispiel an der Universität Würzburg.

Weitere interessante Informationen zum Projekt XR Hub Bavaria sowie zu den einzelnen XR-Hubs mit ihren Aktivitäten an den drei Standorten finden Sie unter folgenden Links:


Diese Hubs bringen Forschung, Wirtschaft und Kreativwirtschaft zusammen und bieten Räume für Prototyping, Austausch und gemeinschaftliche Projekte. 

Das XR-Förderprogramm unterstützt die kreative und innovative Nutzung immersiver Technologien in der Film- und Medienwirtschaft sowie in der Medienkunst in Bayern. Entwicklern, Produzenten, Filmemachern, Künstlern und Medienschaffenden wird die Möglichkeit geboten, neue kreative Wege zu gehen und Inhalte mit besonderer Qualität zu gestalten.


Ziel ist es, das kreative Potenzial der Branche zu stärken, die Vielfalt der Medien-, Kunst- und Kulturlandschaft in Bayern zu fördern und gleichzeitig einen Beitrag zur Entwicklung des digitalen, kulturellen und audiovisuellen Sektors in Europa zu leisten. Die Ressortzuständigkeit für das Förderprogramm hat die Bayerische Staatskanzlei.


Weitere Informationen zum Programm und zu den Antragsunterlagen finden Sie auf der Website des FFF Bayern.