Kommunal? Digital!

Als Preisträger des Ideenwettbewerbs Kommunal? Digital! erhielten zehn bayerische Kommunen eine Förderung des Bayerischen Staatsministeriums für Digitales für die Umsetzung digitaler, nachhaltiger Smart-City-/Smart-Region-Projekte von insgesamt über 4 Millionen Euro (jeweils bis zu 500.000 Euro pro Kommune). 


Von Dezember 2021 bis September 2024 entwickelten die zehn Preisträgerkommunen ihre zukunftsweisenden Projekte in den Bereichen Klimaresilienz, Ressourceneffizienz und Bürgerbeteiligung: vom frühzeitigen Erkennen von und der Warnung vor Hochwasserereignissen über smartes Energiemanagement öffentlicher Liegenschaften bis hin zur Bürgerbeteiligung mittels KI und Design Thinking oder der Rettung von Baumbeständen mithilfe von Drohnenaufnahmen und KI-Auswertung.

Die Projekte zeigen eindrucksvoll, wie digitale Innovation auf kommunaler Ebene Mehrwerte für die Menschen im Freistaat generieren kann – nicht als Science-Fiction-Zukunftsvision, sondern ganz konkret im kommunalen Alltag vor Ort. 


Die Preisträgerprojekte waren von Anfang an als Leuchttürme gedacht, von denen andere Kommunen profitieren können. Nach einer erfolgreichen Umsetzungsphase hat das Bayerische Staatsministerium für Digitales daher eine eigene Transferphase mit den Modellkommunen gestartet, um die Übernahme der entwickelten Lösungen zu forcieren. Sieben der zehn Kommunal?-Digital!-Modellkommunen erhalten seit April 2025 und bis Mai 2026 Unterstützung bei Öffentlichkeitsarbeit und Informationsformaten zu den Projekten. Ganz zentral dabei: Die Projektverantwortlichen stehen anderen, an der Übernahme interessierten Kommunen, mit ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und mit praktischer Hilfe zur Verfügung. 

Zur Information über Projektinhalte sowie zur Übernahme der Projekte sind verschiedene Formate der Wissenskommunikation entwickelt worden: informative Kurzvideos, Steckbriefe für die Projektübernahme und eine kompakte Broschüre zu allen Projekten.

Zehn smarte Modelllösungen als Best Practice für Kommunen

Sie sind Teil einer Kommune in Bayern und möchten von den Leuchtturmprojekten profitieren? Oder Sie interessieren sich für die konkreten Ansätze, die bereits erfolgreich umgesetzt wurden?

Kommunal? Digital! zeigt, wie es geht! 


Entdecken Sie die zehn Leuchtturmprojekte und lassen Sie sich inspirieren:

Gemeinsam mit den Kommunen zeigen wir mit „Kommunal?Digital!“ wie Digitalisierung im Freistaat gelingt: Nicht zum Selbstzweck, sondern zum konkreten Nutzen für die Menschen in unserer Heimat. Wir zeigen, dass Digitalisierung und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Und das Beste: Von den Erfahrungen aus den Leuchtturmprojekten können andere Kommunen profitieren, denn ein besonderer Fokus des Programms liegt auf der Übertragbarkeit der Lösungen: Keine Stadt oder Kommune soll das Rad zweimal erfinden müssen.

Dr. Fabian Mehring
Porträt des lächelnden, bayerischen Staatsministers für Digitales Dr. Fabian Mehring mit Brille und kurzem Bart, beigem Sakko und schwarzem Rollkragen, mit verschränkten Armen vor einer Betonwand.

Geförderte Projekte

Logo KliWas - digitales System für Klima- und Hochwasserwarnungen in Kommunen


Bedingt durch den Klimawandel, kommt es immer häufiger zu Wetterextremen. Der Markt Ergoldsbach hat ein Kommunales Klima-Informations-, Warn- und Alarmierungssystem (KliWAS) erstellt. Dieses System erfasst kleinräumige Klimaextreme wie Starkregen, Trockenheit und Hitze durch die lokale Messung von Klimadaten mittels IoT-Sensorik. Werden lokale Wetterextreme gemessen bzw. kritische Messwerte überschritten, werden automatisch die Bürgerschaft und die Einsatzkräfte per App, SMS und Telefonanruf alarmiert. 


Interessiert an Infos zur Projektübernahme? Hier geht es zum Projektsteckbrief mit den wesentlichen Informationen!


Kommunal?-Digital!-Abschlussvideo: Markt Ergoldsbach

Logo DiMA - digitale Managementlösung für kommunale Prozesse


Die Stadt Aschaffenburg hat gemeinsam mit der TH Aschaffenburg den Prototyp der Digitalen Manufaktur (dima) entwickelt, der Bürgerbeteiligung mit den Elementen des Design Thinkings und künstlicher Intelligenz auf ein neues Level hebt. Bürgerinnen und Bürger können ihre Ideen zur Stadtgestaltung entweder digital über die dima-Website oder analog im städtischen Digitalladen einreichen. Speziell entwickelte KI-Anwendungen suchen nützliche Zusatzinformationen zur unterbreiteten Idee, damit diese der Stadtverwaltung zur Beurteilung zur Verfügung stehen. Mithilfe eines digitalen Design-Thinking-Boards können komplexe Ideen gemeinsam mit der Bürgerschaft zu einer guten Lösung für die Stadt weiterentwickelt werden.


Interessiert an Infos zur Projektübernahme? Hier geht es zum Projektsteckbrief mit den wesentlichen Informationen!


Kommunal?-Digital!-Abschlussvideo: Stadt Aschaffenburg

Logo StadtGrün Digital - digitales Baum- und Grünflächenmanagement für Kommunen


Durch den Klimawandel sind Kommunen gezwungen zu handeln, um ihren Baumbestand mittels smarter Bewässerung zu schützen. Durch die IoT-Sensortechnologie wurde ein digitales Werkzeug geschaffen, um den Baumbestand effizienter zu wässern. Im Stadtgebiet wurden anhand eines Rasters Sensoren verteilt, um eine interpolierte Aussage über die Feuchtesituation der Standorte sowie gegebenenfalls weitere Umgebungs- und Baumgesundheitsparameter zu erhalten. Hierdurch erhalten die Mitarbeitenden die Möglichkeit ihre Gießroutinen zu optimieren, und besonders die sensiblen Jungbäume erhalten bestmögliche Anwachsbedingungen.   


Interessiert an Infos zur Projektübernahme? Hier geht es zum Projektsteckbrief mit den wesentlichen Informationen!


Kommunal?-Digital!-Abschlussvideo: Stadt Erlangen

Logo BaKIM - KI-gestützte Analyse zur Überwachung und Pflege von Stadtbäumen


Die kommunale Verwaltung wird durch die Klimakrise vor erhebliche Probleme bei der Pflege und dem Erhalt von Baumbeständen gestellt. Das Projekt verfolgt einen nachhaltigen und gleichzeitig innovativen Ansatz. Mittels Drohnenbefliegung werden die Baumbestände der Stadt und der städtischen Forsten mit verschiedenen Sensorsystemen erfasst und vermessen. Das ermöglicht zum Beispiel nach Stürmen oder Hitzephasen die Visualisierung und Bewertung von Schäden. Mithilfe künstlicher Intelligenz werden einzelne Bäume, deren Gattung und Vitalzustand erkannt. Die Veränderungen in den Baumbeständen werden visualisiert und eine bessere Anpassung an die menschengemachte Klimakrise erreicht. 


Interessiert an Infos zur Projektübernahme? Hier geht es zum Projektsteckbrief mit den wesentlichen Informationen!


Kommunal?-Digital!-Abschlussvideo: Stadt Bamberg

Logo CO₂-Kompensationsplattform - digitale Lösung zur kommunalen Klimakompensation


Der CO₂-Marktplatz (www.co2marktplatz.de) wurde vom Landkreis Günzburg ins Leben gerufen, um Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine und Institutionen miteinander über den Klimaschutz zu vernetzen. Das Ziel ist es, lokalen Klimaschutzprojekten eine Plattform zu geben, CO₂ einzusparen und so als Gemeinschaft einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Der CO₂-Marktplatz lebt von konkreten Maßnahmen, die den CO₂-Ausstoß im Landkreis Günzburg reduzieren und somit effektiven Klimaschutz betreiben. Mittels eines CO₂-Rechners kann der individuelle Fußabdruck ermittelt werden. Viele Tipps und Vorschläge für Alltag und Freizeit bieten zahlreiche Anregungen für klimafreundliches Verhalten. 


Interessiert an Infos zur Projektübernahme? Hier geht es zum Projektsteckbrief mit den wesentlichen Informationen!


Kommunal?-Digital!-Abschlussvideo: Landkreis Günzburg

Logo Digitales Energiemanagement - intelligente Steuerung kommunaler Energieverbräuche


Mit dem Projekt wurde eine offene urbane Plattform für ein effizientes digitales Energiemanagement geschaffen. Die Plattform soll annähernd in Echtzeit die Energiedaten von Liegenschaften erfassen, aufzeichnen, analysieren und auswerten. Ein hoher Energieverbrauch kann so rechtzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um den Energieverbrauch der Kommune und der Nutzenden zu senken. Ziel ist, dass andere bayerische Kommunen die Entwicklung der Zählerauslesung, Datenübertragung und Auswertung über die Dashboards eigenständig nutzen. 


Interessiert an Infos zur Projektübernahme? Hier geht es zum Projektsteckbrief mit den wesentlichen Informationen!


Kommunal?-Digital!-Abschlussvideo: Landkreis Ebersberg

Logo Rent-a-Bauhof - digitale Plattform zur Organisation kommunaler Bauhofleistungen


Zur Erfüllung ihrer umfangreichen Tätigkeiten benötigen kommunale Bauhöfe verschiedene Maschinen. Teilweise sind es Spezialmaschinen, die teuer in der Anschaffung und im Unterhalt sind und zudem nur an wenigen Tagen im Jahr genutzt werden. Gemeinden sollen Maschinen und Fahrzeuge anderen Gemeinden über eine Online-Plattform zum Ausleihen zur Verfügung stellen. Maschinen und Konditionen können dank der webbasierten Plattform übersichtlich präsentiert werden. Der Ausleihprozess und die Abrechnung der Geräte erfolgt papierlos. Dadurch wird gezielt eine bessere Auslastung vorhandener Maschinen erreicht und Ressourcen werden eingespart.  


Interessiert an Infos zur Projektübernahme? Hier geht es zum Projektsteckbrief mit den wesentlichen Informationen!


Kommunal?-Digital!-Abschlussvideo: Markt Luhe-Wildenau 

Logo Lauben Digital - digitale Verwaltung und Planung von Kleingartenanlagen


Hinter dem Projekt steht die Idee, unsere wichtige Ressource Wasser mithilfe der Digitalisierung zu sparen. Ein Netzwerk mit zentralen Gateways wurde installiert, mit dem diverse Sensorik angesteuert und überwacht wird. An kritischen Standorten wurden Wasserstandssensoren zur Überwachung installiert.


Interessiert an Infos zur Projektübernahme? Hier geht es zum Projektsteckbrief mit den wesentlichen Informationen!


Kommunal?-Digital!-Abschlussvideo: Gemeinde Lauben (Oberallgäu)

Logo ERWin - digitales Energiemanagementsystem für kommunale Gebäude


Der Winterdienst muss durch ein verändertes Mobilitätsverhalten und den Klimawandel höchsten Anforderungen genügen. In den ländlichen Kommunen der Mittelgebirgslagen des Bayerischen Waldes wird der Winterdienst vor große Herausforderungen gestellt. Unter Verwendung vorliegender Daten, Sensorik und gegebenenfalls erweiterbarer Datenquellen soll ein intelligentes Wintersystem unterstützen. Genutzt werden sollen vorhandene Daten aus den Kommunen sowie von Schnittstellen. Zusätzlich soll das System mit Datenspenden der Bürgerschaft angereichert werden. 


Interessiert an Infos zur Projektübernahme? Hier geht es zum Projektsteckbrief mit den wesentlichen Informationen!


Kommunal?-Digital!-Abschlussvideo: ILE Nationalparkgemeinden (Spiegelau) 

Logo Digitales Bürgerforum - Online-Plattform für Bürgerbeteiligung in Kommunen


Kempten hat sich mit seinem Projekt zur Aufgabe gemacht, Bürgerbeteiligung mittels visualisierter Daten zu gestalten. Der hochqualitative digitale Zwilling der Stadt Kempten ist eine virtuelle Kopie der realen Welt und bildet ihre Strukturen und Prozesse generalisiert ab. Im Digitalen Bürgerforum wird der digitale Zwilling erfahrbar. Das Bürgerforum wurde in analoger und in digitaler Form aufgebaut, analog mittels angemieteter Räumlichkeiten, digital anhand einer Internetplattform.  


Interessiert an Infos zur Projektübernahme? Hier geht es zum Projektsteckbrief mit den wesentlichen Informationen!


Kommunal?-Digital!-Abschlussvideo: Stadt Kempten (Allgäu)