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Pressemitteilungen

Gerlach zu Homeoffice: Lieber flexible Bran­chen­ver­ein­barungen als starre 24-Tage-Regelung

5. Oktober 2020

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach setzt in der Debatte um Homeoffice auf flexible Zielvereinbarungen der Branchen statt auf eine starre Regelung. Gerlach erklärte: „Statt Unternehmen pauschal mit einem auf 24 Tage festgesetzten Mindestanspruch zu gängeln, sollte lieber über angepasste, branchenspezifische Lösungen nachgedacht werden. Denkbar wären etwa flexible Zielvereinbarungen, mit denen nicht alle Unternehmen über einen Kamm geschoren werden. Damit könnten die Zeiten, in denen Mitarbeiter von zuhause arbeiten, der jeweiligen Situation angepasst und schrittweise ausgeweitet werden. Die Arbeitswelt von morgen braucht keine gesetzlichen Maßgaben aus der Mottenkiste, sondern flexible, unbürokratische Lösungen, die nicht an den tatsächlichen Bedürfnissen vorbeigehen.“

Gleichzeitig müssten die Rahmenbedingungen für Homeoffice verbessert werden, fordert Gerlach, etwa durch eine steuerliche Absetzbarkeit: „Anreize für mobil arbeitende Menschen zu setzen ist allemal besser, als mit anscheinend willkürlich gewählten Anspruchstagen die Diskussion zu verkomplizieren.“ Gerlach fordert deshalb, die bisher geltenden, strengen Voraussetzungen für die Absetzbarkeit eines heimischen Arbeitsplatzes aufzuweiten. Die bestehende Regelung besagt beispielsweise, dass zur Absetzbarkeit ein separater, büromäßig ausgestatteter Raum notwendig sei, der nahezu ausschließlich beruflich zu nutzen ist.

Grundsätzlich begrüßt Gerlach, dass eine bundesweite gesetzliche Regelung für mobiles Arbeiten gefunden werden soll. Gerade hinsichtlich der Zeiterfassung sieht sie Verbesserungsbedarf und unterstützt die Einführung von digitalen Stechuhren, auch zum Schutz der Mitarbeiter.innen. Denn Homeoffice bedeute nicht, dass man rund um die Uhr erreichbar sein müsse, sagt Gerlach. „Es gibt bereits clevere Lösungen wie Mobile Apps für Personalzeiterfassung. Das kommt Arbeitnehmern und Arbeitgebern gleichermaßen entgegen“, findet die für die Zukunft der digitalen Arbeit zuständige Staatsministerin.