KI-Software unterstützt Feuerwehr München bei der EM / Mehring: „Digital-Radar für aufkommende Gefahrenlagen!“
3. Juli 2024
Gedränge und Unmut beim Zugang zum Fanfest, ein starkes Unwetter beim Public Viewing oder Überlastung im öffentlichen Nahverkehr nach Spielende. Um Szenarien wie diese künftig früher zu erkennen und mögliche Maßnahmen einzuleiten, testet die Feuerwehr München an Spieltagen der UEFA EURO 2024 in der Stadt eine neuartige Softwarelösung. Diese ergänzt das aktuelle Lagebild der Einsatzkräfte um die Perspektive der Situation in der digitalen Welt. Grundlage ist die Beobachtung und Analyse öffentlicher Informationen aus den Sozialen Medien. Digitalminister Dr. Fabian Mehring hat das neuartige Pilotprojekt des Virtual Operations Support Team (VOST) der Feuerwehr München besucht.
Digitalminister Mehring: „Kommt es bei einem Großereignis zu einer Gefahrensituation laufen die ersten Meldungen meist über Social Media. Für eine präzise Einschätzung der Lage ist es daher unverzichtbar, auch immer die digitale Welt im Blick zu behalten. Die neue Softwarelösung fungiert dabei als Digital-Radarsystem, das aufkommenden Gefahrenlagen oder Hotspots frühzeitig erkennt und alarmiert. Unseren Rettungskräften ermöglicht das einen wertvollen Informations- und Zeitvorsprung, um einen sicheren Ablauf von Großevents wie der EM zu gewährleisten.“
Die neue Software-Plattform „INspectre - Crowd Information Platform“ der Firma Munich Innovation Labs GmbH (MIL) wurde mit dem Cyber Innovation Hub der Bundeswehr (CIHBw) für verschiedene Szenarien im Rahmen von Auslandseinsätzen entwickelt. Die Plattform nutzt dabei ausschließlich öffentlich verfügbare Daten aus Social Media-Plattformen wie X, Facebook, Instagram oder TikTok und wertet diese dann z.B. anhand bestimmter Keywords oder Ortsmarken aus. Eine Bild-zu-Text Erkennung mittels Künstlicher Intelligenz ermöglicht eine gezielte Analyse von Bildmaterial z.B. von Usern an Hot Spots vor Ort. Personenbezogene Daten wie Gesichter oder Namen werden dabei bereits bei der Erhebung geschützt.
Wolfgang Schäuble, Leiter der Branddirektion: „Als Feuerwehr müssen wir uns den Herausforderungen der heutigen digitalen Welt stellen. Mit der neuen Software 'INspectre', können wir unsere Informationsgewinnung auf ein neues Level heben und schneller sich entwickelnde Gefahrenherde erkennen. Ich bin überzeugt, dass dieses innovative Tool uns zum Beispiel bei Großveranstaltungen wertvolle Unterstützung bieten wird, um noch effektiver und sicherer handeln zu können“
Digitalminister Mehring will nunmehr prüfen, ob die Software auch im Rahmen der neuen Bayern-Allianz gegen Desinformation genutzt werden kann. „Was uns bei der Analyse des Cyber-Raums bei Großereignissen hilft, kann uns vielleicht auch wertvolle Hinweise auf sich rasch verbreitende Falschinformationen geben. Nicht nur unsere Einsatzkräfte müssen wissen, was gerade in Social Media gepostet und geteilt wird – auch für die Sicherheit im demokratischen Diskurs ist es entscheidend, Desinformation zu erkennen, bevor Menschen getäuscht werden“, so Mehring.
Pressemitteilung
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HERAUSGEBER
Bayerisches Staatsministerium für Digitales

