Offener Brief an Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zu Gamesfördermitteln / Gamesminister Mehring: „Förderchaos des Bundes nicht auf Rücken der Games-Branche austragen!“
4. Mai 2024
In einem offenen Brief an die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), Staatsministerin Claudia Roth, hat der bayerische Digitalminister Dr. Fabian Mehring seine Kritik an der Gamesförderpolitik der Bundesregierung bekräftigt. Hintergrund ist das bis dato fehlende Förderkonzept hinsichtlich der Ausreichung der bei ihr veranschlagten 33,3 Mio. Euro Haushaltsmittel.
Bayerns Digital- und Gamesminister Dr. Fabian Mehring erklärt: „Das Förderchaos der Bundesregierung gefährdet den Gamesstandort Deutschland. Während der Stopp der Antragsannahme bei der Bundesgamesförderung im Bundeswirtschaftsministerium weiterhin andauert, kommt jetzt auch noch die völlig unverständliche Untätigkeit der BKM hinzu, die überraschenderweise von der Ampelkoalition Finanzmittel zur Förderung von Games in Deutschland erhalten hat.
Seit dieser erfreulichen Überraschung ist leider rein gar nichts mehr passiert. Stattdessen sind die Töpfe des Bundeswirtschaftsministeriums weiterhin leer, während bei der BKM 33 Mio. Euro Fördermittel ungenutzt brachliegen. Für mich ist nicht ansatzweise nachvollziehbar, dass die BKM seit Monaten nicht den Funken einer Idee geschweige denn ein Förderkonzept hat, wie die Gelder genutzt werden können. Das ist maximal enttäuschend und ein fatales Signal für den Games- und Kulturstandort Deutschland.
Falls es für die BKM zu schwierig ist, die Gelder zu verteilen, stehen wir Länder mit unsrer Erfahrung und unserem Förder-Knowhow gerne bereit! Bevor die BKM die Mittel verfallen lässt, könnten die Länder zumindest in diesem Jahr Hilfe leisten und die Mittel an die deutsche Gamesbranche ausreichen. Dazu müsste aber die BKM endlich mit uns Ländern ins Gespräch kommen und im Sinne des Games- und Kulturstandorts Deutschland Lösungen entwickeln. Weiterer Stillstand ist inakzeptabel, weil Games und XR bedeutsame Innovationsmotoren der Digitalisierung sind. Wesentliche Entwicklungen im Bereich von KI und XR, über die heutzutage die ganze Welt diskutiert, verdanken wir den Pixel-Pionieren der Games-Welt. Alleine in Bayern sprechen wir über etwa 200 Unternehmen mit mehreren tausend Mitarbeitern, die täglich auf ein Signal aus Berlin warten. Wir können es uns schlicht nicht länger erlauben, die Zukunft zu verschlafen, während auf den globalen Märkten von heute über die Spitzenplätze auf den Märkten von morgen entschieden wird!“
Pressemitteilung
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HERAUSGEBER
Bayerisches Staatsministerium für Digitales

