Bildung
Homeschooling ist fast schon das (Un-) Wort des Jahres. Es löst viele Assoziationen aus, im Positiven wie im Negativen: Es wurden selten so viele engagierte Beiträge von Lehrerinnen und Lehrern für eine breite Öffentlichkeit durch die Nutzung digitaler Möglichkeiten sichtbar. Kinder, die eine neue Form von Schule erlebten, aber auch den Unterricht im Klassenraum vermissten – soweit muss es erstmal kommen! Viele Eltern verdrehen schon allein beim Gedanken an Homeschooling entnervt die Augen, weil wahnsinnig viel Begleitung der Sprösslinge an ihnen hängenblieb. Die Bayerische Lernplattform mebis (Homepage von mebis) war nicht dazu gedacht, von heute auf morgen den PräsenzÂunterricht zu ersetzen. Aber es wurden viele Wege in den letzten Wochen gefunden, um Lernen so gut es ging möglich zu machen. Viele Erkenntnisse wurden gewonnen und der jetzige Schwung muss uns Ansporn sein, die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Lernwelt zu nutzen.
Corona hat uns gezeigt, Bildung geht analog und digital! Doch wie können unsere Schulen jetzt die Vorteile aus beiden Welten vereinen? Der Plan D für die digitale Bildung: Alle Schüler/-Âinnen, aber auch alle Lehrkräfte brauchen eine starke digitale Grundausstattung – das darf keine Frage der sozialen Herkunft sein. Digitalkunde muss schon in der Grundschule anfangen, um Grundfertigkeiten auszubilden. Kinder müssen dabei altersgerecht und spielerisch – mit analogen Lernmaterialen und ohne stupides Rumwischen auf Tablets – herangeführt werden. Wer später einen Roboter bauen und programmieren möchte, sollte in der Kindheit mit der ersten Konstruktion aus Spielzeugbausteinen beginnen. Die staatÂliche Lernplattform mebis müssen wir weiter ausbauen, um schnell, zuverlässig und vor allem individuell online unterrichten zu können. Künftig müssen SchülerÂ/-innen von der gesamten Vielfalt digitaler Lerninhalte und Angebote im Unterricht profitieren. Digitale Tools und Hardware müssen so selbstverständlich werden, wie das gebundene Lehrbuch, das am Anfang des Schuljahres ausgegeben wird.
Ein Bildungsangebot, dass das Beste aus beiden Welten vereint, setzt aber auch voraus, dass sich alle Lehrer/-innen im Digitalen zu Hause fühlen. DesÂweÂgen muss digitales Know-how künftig genauso zum Handwerkszeug gehören, wie das Einmaleins oder die Englisch-Vokabeln. Das muss die Richtschnur für die Aus- und Weiterbildung aller unserer Lehrkräfte sein, unabhängig von Schultyp, FächerÂkombination oder Alter.
Pressemitteilung
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