TwinBy – Digitale Zwillinge für Bayern

Mit dem Projekt TwinBy unterstützte das Bayerische Staatsministerium für Digitales 17 kommunale Fördervorhaben beim Aufbau individueller digitaler Zwillinge auf Basis konkreter Anwendungsfälle. Digitale Zwillinge sind datenbasierte Modelle realer Objekte oder Prozesse. Diese ermöglichen, dass Kommunen Planungen und Projekte schneller, fundierter und kosteneffizienter umsetzen.


TwinBy schafft die Grundlage für eine standardisierte Verfügbarkeit und Vernetzung von Daten und Anwendungen. Daten aus unterschiedlichen, dezentralen Quellen können integriert werden, sodass digitale Zwillinge schrittweise und bedarfsgerecht entstehen. Ziel ist es, durch praxisnahe Anwendungsfälle messbare Mehrwerte für Planung, Steuerung und kommunale Serviceangebote zu schaffen.

Das TwinBy-Gesamtprojekt im Überblick

„Digitale Zwillinge in Kommunen sind längst kein Science-Fiction-Konzept mehr. Stattdessen wird die Zukunft in vielen bayerischen Kommunen Realität! Ab jetzt gilt in Bayern: Planen, modellieren profitieren! Mit dem Abschluss von TwinBy gehen wir einen wichtigen Schritt weiter auf unserem Weg zu einem modernen Staat: Wir haben innovative Planungsmodelle auch in kleinere Städte und Gemeinden gebracht. So geht erfolgreiche Digitalisierung nicht zum Selbstzweck, sondern mit einem konkreten Mehrwert für die Lebenswirklichkeit vor Ort.“

Dr. Fabian Mehring Digitalminister

Damit erfolgreiche Projekte sichtbar werden und eine Nachnutzung ermöglichen, braucht es einfache Wege zur Auffindbarkeit und Dokumentation. Aktuell entwickelt das Bayerische Staatsministerium für Digitales gemeinsam mit der Bayerischen Digitalagentur byte eine Metadatenplattform für digitale Zwillinge und Smart-City-Lösungen. Damit sollen kommunale Projekte transparent zugänglich gemacht und Wissen nachhaltig geteilt werden. 

Qualifizierungsprogramm

Im Rahmen von TwinBy wurde ein begleitendes Qualifizierungsprogramm entwickelt. Das Gesamtprogramm ist über den Digital.Campus Bayern abrufbar und kann dort von bayerischen Verwaltungsmitarbeitenden genutzt werden. So stärken wir die Kommunen in Bayern als aktive Gestalter der digitalen Transformation.


In der ersten Videoreihe Grundlagen urbaner digitaler Zwillinge erklären wir, was man unter einem urbanen digitalen Zwilling versteht und welche Vorteile diese bringen. In der zweiten Videoreihe Technische Grundlagen urbaner digitaler Zwillinge vermitteln wir Ihnen unter anderem ein Grundverständnis für Geodaten und wie diese im Zusammenspiel mit lokalen Fachdaten durch Verarbeitung einen Mehrwert liefern.  

Geförderte Projekte

17 Modellkommunen aus allen sieben bayerischen Regierungsbezirken haben mit TwinBy Pionierarbeit geleistet – darunter Städte, Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften unterschiedlicher Größe.

Deggendorf-Plattling – Hochwasser- und Starkregenmanagement

Motivation für den digitalen Zwilling

Für Kommunen sind Klimafolgen beispielsweise durch Starkregen- und Hochwasserereignisse häufig schwer einschätzbar. Dies liegt unter anderem daran, dass wenig Kenntnisse über die Reaktionen des Kanalsystems in Belastungssituationen vorliegen, Warnungen der Bevölkerung häufig nicht frühzeitig übermittelt werden können und Schadenspotenziale somit erhöht sind. Ein Dashboard, das einen Überblick über wichtige aktuelle Messstände und Wettervorhersagen geben kann, ist ein erster Schritt in Richtung Kenntniserweiterung und Schadensminimierung.


Adressierte Zielgruppen:

  • Bevölkerung
  • Einsatzkräfte von Feuerwehren, THW und Bauhof
  • Stadtverwaltungen

Vorstellung des Projekts auf YouTube


Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Die Visualisierung der räumlichen Schadenspotenziale und die Abbildung aktueller Ereignisse nahezu in Echtzeit ist Grundlage für die frühzeitige Kenntnis und Sicherung von Wertgegenständen und Immobilien. Eine Reduktion des Schadensumfangs von privaten und öffentlichen Gütern kann zu Kosteneinsparungen beitragen. Das verbesserte Verständnis dieser Thematik kann zu einem Umdenken in Bezug auf Klimaanpassungsmaßnahmen beispielsweise im Baubereich führen. Durch die Angebote der Verwaltung kann das Vertrauen der Bevölkerung in die öffentliche Hand gestärkt werden.

Vorstellung des Projektergebnisses im April 2024


Landkreis Kulmbach – Interkommunale 3D-Energieplanung 4.0

Motivation für den digitalen Zwilling

Seit 2007 wurden auf Landkreisebene zahlreiche interkommunale Geodateninfrastrukturen beispielweise im Bereich der Energieplanung auf Quartiersebene aufgebaut. Die nächste Stufe der Digitalisierung stellt nun der Aufbau des digitalen Zwillings dar, um eine 3D-Energieplanung (Wärme und Solar) auf Flurstücks- und Gebäudeebene des Landkreises zu ermöglichen.


Adressierte Zielgruppen:

  • Bewohnerschaft des Landkreises
  • Energieberatung
  • Mitarbeitende der Verwaltung

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Durch die Bereitstellung grundstücks- und gebäudebezogener 3D-Daten und deren Anreicherung mit den notwendigen Informationen ist der Landkreis Kulmbach mit dem digitalen Zwilling in der Lage, mittels eines effektiveren Klima-, Energie-, Krisen- und Verwaltungsmanagement seine Nachhaltigkeit und Resilienz zu stärken.

Vorstellung des Projektergebnisses im April 2024


NordAllianz – Metropolregion München Nord – Transparente Bauleitplanung

Motivation für den digitalen Zwilling

Die Nordallianz hat bisher zwar kommunenübergreifende Strategien entwickelt, jedoch noch keine gemeinsamen technischen Lösungen umgesetzt. Als erster Schritt werden über den digitalen Zwilling zukünftig ausgewählte Stadtplanungsdaten vereinheitlicht und über eine interaktive Karte verfügbar gemacht. Längerfristig sollen Planungsvorhaben anschaulich für die Bürgerschaft dargestellt werden können.


Adressierte Zielgruppen:

  • Fachverwaltung der Kommunen
  • Planungsbüros
  • Bürgerschaft

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Die Region stärkt mit dem digitalen Zwilling die interkommunale Koordination der Siedlungsentwicklung. Vorhaben und Bauprojekte können durch eine dreidimensionale und interaktive Darstellung präsentiert werden. Die Partizipation der Bürgerschaft wird erleichtert.

Vorstellung des Projektergebnisses im April 2024


Stadt Schwabach – GUZI – Goldene Urbane Zwillingsinformation Schwabach

Motivation für den digitalen Zwilling

Die Folgen des Klimawandels sind bereits heute spürbar. Um den daraus entstehenden Risiken (z. B. Starkregenereignisse und Hitzeglocken) vorzubeugen, bedarf es einer frühzeitigen und kontinuierlichen Anpassung an die sich ändernden Klimabedingungen.


Adressierte Zielgruppen:

  • Bürgerschaft
  • städtische Mitarbeitende
  • Katastrophenschutz (städtisch, THW, Feuerwehr)

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Der digitale Zwilling der Stadt Schwabach stellt eine detaillierte Planungsgrundlage sowohl für Anpassungen der städtischen Infrastruktur im Bereich (städtebaulicher) Klimaanpassung als auch für die Modellierung und Simulierung von Extrem- und Gefahrensituationen im Katastrophenschutz dar. Basierend auf Planungs- und Sensordaten werden verschiedene Analyseoptionen verfügbar gemacht wodurch die Bewohnerschaft optimal informiert werden kann.

Vorstellung des Projektergebnisses im April 2024


Stadt Forchheim – Floating-Car-Data-Analyse

Motivation für den digitalen Zwilling

Die Stadt Forchheim leidet unter zu hohem Verkehrsaufkommen. Bestimmte Verkehrsachsen sind Flaschenhälse, die zu Stau und Lärm sowie unnötigen Abgasen führen. Eine ganzheitliche Analyse der Verkehrsströme soll daher als Entscheidungsgrundlage für die kommunale Verkehrsplanung dienen.


Adressierte Zielgruppen:

  • Verkehrsplanung
  • Bewohnerschaft der Altstadt
  • Verkehrsteilnehmende

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Der digitale Zwilling der Stadt Forchheim ermöglicht eine zielgerichtete Verkehrsplanung und damit die Entlastung der Altstadt von Feinstaub und Verkehrslärm. Neben der Reduktion des hohen Zielverkehrs wird dies durch eine Verbesserung der Radverkehrswege und ein effizientes Parkplatzmanagement erreicht. Der Öffentlichkeit können die Maßnahmen mit den resultierenden Effekten bestmöglich veranschaulicht werden.

Vorstellung des Projektergebnisses im April 2024



Gemeinde Haar – Intelligente Mobilität – Steuerung von Verkehrsflüssen in der Ortsmitte

Motivation für den digitalen Zwilling

Durch zunehmende Einwohner- und Pendlerzahlen und sich wandelnde Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung steht die Gestaltung einer ressourcen- und klimaschonenden Mobilität unter Betrachtung aller Verkehrsarten im Fokus. Um Widerständen der Bürgerschaft entgegenzuwirken, soll ein digitaler Zwilling für eine faktenbasierte Kommunikation über die Maßnahmen auf der Haupteinkaufsstraße Leibstraße, eingesetzt werden.


Adressierte Zielgruppen:

  • Verwaltung
  • kommunale Gremien
  • Bürgerschaft
  • Verkehrsteilnehmende

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Durch den Einsatz von Verkehrskameras hat die Gemeinde Haar ein besseres Verständnis des Verkehrs in der Leibstraße erhalten. Im digitalen Zwilling werden Verkehrsflüsse visualisiert und helfen so bei ihrer Steuerung und Optimierung. Auch die Auswirkungen weiterer Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgase und Emissionen können im digitalen Zwilling simuliert werden und tragen so zur Stressreduktion der Verkehrsteilnehmenden bei.

Vorstellung des Projektergebnisses im April 2024


KH-Zweckverband Aschaffenburg-Alzenau – Tool für die Bettenbelegung

Motivation für den digitalen Zwilling

Im Krankenhauszweckverband Aschaffenburg-Alzenau ist das Finden von Betten für Notfallpatienten mit viel Aufwand verbunden. Durch viele Notfälle und vermehrte Einweisungen stehen zudem teilweise nicht ausreichende Kapazitäten zur Verfügung. Das erschwert die Entlassungsplanung und verursacht einen vermehrten Organisationsaufwand. Der digitale Zwilling verbessert die Belegungssteuerung und ermöglicht eine frühzeitige Entlassungsplanung zur besseren Verweildauersteuerung.


Adressierte Zielgruppen:

  • zu versorgende Personen
  • Ärztlicher Dienst
  • Pflegedienst
  • Rettungsdienst
  • Fachbereiche und Stationen

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Der Krankenhauszweckverband Aschaffenburg-Alzenau hat ein Bettenbelegungs-Tool entwickelt, das es den Verantwortlichen (Bettenkoordinatoren, Pflegekräfte, Ärzteschaft) ermöglicht, mit wenigen Klicks ein zu achzig Prozent geeignetes Bett für den Notfallpatienten zu identifizieren. Es verhilft zu gesteigerter Transparenz und beschleunigt die Bettenfindung bei der Notfallversorgung. Durch den Einsatz des Tools wird ein Kulturwandel bei der Belegung angestoßen, insbesondere in Bezug auf Bettenkoordinatoren und Ärzteschaft.

Vorstellung des Projektergebnisses im April 2024


Stadt Schwandorf – Straßenverkehr und Parkleitplanung

Motivation für den digitalen Zwilling

Die Verkehrssituation in großen Teilen des Stadtgebiets wird durch viele Großbaustellen in den nächsten Jahren herausfordernd. Die Innovations-, Nutzungs- und Servicepotenziale der Stadtverwaltung im Bereich Verkehr sollen gehoben werden.


Adressierte Zielgruppen:

  • Bevölkerung
  • städtische Mitarbeitende
  • Katastrophenschutz (städtisch, THW, Feuerwehr)

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Durch den Einsatz diverser Sensoren in der Stadt Schwandorf ist der digitale Zwilling ein wichtiges Instrument zur Planung und Verbesserung im Verkehrsbereich geworden. Baustellen und die daraus resultierenden Engpässe im Verkehrsnetz können virtuell dargestellt, simuliert und die geringste Beeinträchtigung identifiziert werden.

Vorstellung des Projektergebnisses im April 2024


Stadt Traunstein – Mobilitätshaus

Motivation für den digitalen Zwilling

Die Stadt Traunstein plant ein neues Mobilitätshaus am Karl-Theodor-Platz zu errichten. Für eine erfolgreiche Umsetzung des Vorhabens, bedarf es einerseits Geofach-, und Geobasisdaten und andererseits Daten externer Partner, wie der Stadt, der Verkehrsplaner, Architekten oder Energieversorger. Der digitale Zwilling ist die Grundlage für die Infrastruktur- und Gestaltungsverantwortung der Stadtverwaltung und somit auch für die Daseinsvorsorge der Stadt an sich.


Adressierte Zielgruppen:

  • Bevölkerung
  • Mitarbeitende
  • Schulkinder
  • Gäste
  • Verwaltung

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Durch neuen, bedarfsgerechten Parkraum und der damit verbundenen massiven Reduktion des Park-Suchverkehrs, kann die Stadt Traunstein die Aufenthaltsqualität in der historischen Innenstadt verbessern. Der digitale Zwilling kann durch Einbinden diverser Daten zur Planung und Umsetzung des Bauvorhabens Mobilitätshaus bei den beteiligten Akteuren Transparenz schaffen und die Akzeptanz der Bevölkerung steigern.


Gemeinde Feldkirchen – FBI: Feldkirchner Building Intelligence

Motivation für den digitalen Zwilling

Kommunale Liegenschaften sind bislang unzureichend digitalisiert. In Kommunen scheint kaum Kenntnis über die eigenen Verbrauchswerte und Energiebilanzen vorhanden zu sein. Es bedarf einer Lösung, um diese sicht- und steuerbar zu machen. Anhand des sensortechnisch bereits gut ausgestatteten Rathauses in Feldkirchen sollen die Verbrauchsdaten nun gebündelt und auf einem Dashboard visualisiert werden, sodass sie langfristig, in einer weiteren Ausbaustufe, analysiert werden können und das Gebäude gesteuert werden kann.


Adressierte Zielgruppen:

  • Mitarbeitende und Nutzende des Rathauses (bspw. Vereine)
  • interessierte Öffentlichkeit
  • andere Gemeinden und Verwaltungen

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Die Lösung soll sowohl den Mitarbeitenden des Rathauses als auch der Bürgerschaft Feldkirchens helfen, die Energiebilanz des eigenen Rathauses besser zu verstehen und Entscheidungen für ein effizienteres Gebäudemanagement nachzuvollziehen. Der Use Case soll daher zur Sensibilisierung und verständlicheren Kommunikation über das Thema kommunale Liegenschaften beitragen. Langfristig kann der Use Case auch zum Klimaschutz und der CO2-Bilanz beitragen, indem er die Leistung und das Potenzial erneuerbarer Energien besser integriert und den Verbrauch minimiert. Dadurch kann die Gemeinde nicht nur Kosten einsparen, sondern auch langfristig maximal effizient wirtschaften.

Vorstellung der Projektergebnisse


Verwaltungsgemeinschaft Fuchstal – Virtuelles Kraftwerk

Motivation für den digitalen Zwilling

Das bereits bestehende Virtuelle Kraftwerk (VPP – Virtual Power Plant) des Kommunenverbunds Fuchstal soll SDDI-konform aufbereitet werden. Alle relevanten Daten werden im SDDI-Katalog hinterlegt. Dies dient als Vorbereitung der Integration digitaler Anwendungsfälle zum Thema VPP in den bereits bestehenden digitalen Zwilling der Stadt sowie zur Erstellung von Bürgermeister-Dashboards.


Adressierte Zielgruppen:

  • Mitarbeitende der Stadtverwaltung
  • Fachexperten des Virtuellen Kraftwerks
  • Bürgermeister
  • Bevölkerung

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Die Kommune möchte perspektivisch alle digitalen Anwendungsfälle, in denen externe Partnerunternehmen dabei sind, im SDDI-Katalog aufbauen, um zukünftig schnell die notwendigen Daten und Metadaten zu finden. So soll die Umsetzung zukünftiger Anwendungsfälle für den Kommunenverbund Fuchstal erleichtert und beschleunigt werden.

Vorstellung der Projektergebnisse


Markt Isen

Motivation für den digitalen Zwilling

Gebäude mit Mehrfachnutzung wie beispielsweise Vereinsheime werden aktuell analog bewirtschaftet und zum Beispiel ungeachtet der tatsächlichen Nutzung beheizt. Es gibt keine Auswertungsmöglichkeiten für die Verwaltung und die Nutzenden. Es gibt auch keine Fernsteuerungsmöglichkeiten für Heizungen oder eine Anzeige offener Türen und Fenster. Eine verbrauchsorientierte Abrechnung der kommunalen Gebäude ist durch die analoge Bewirtschaftung und deren Nutzung durch unterschiedliche Parteien nicht möglich. Eine zentrale Steuerung für Fernsteuerungsmöglichkeit ist bislang nicht gegeben.


Adressierte Zielgruppen:

  • Mitarbeitende der Gemeinde
  • Mitglieder der Vereine
  • Nutzende der Gebäude

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Durch den Einsatz von Sensoren wird eine Datenerfassung zum energetischen Verbrauch ermöglicht. Die Darstellung auf Gebäude- und Raumebene dient der Optimierung der kommunalen Energieplanung und -bewirtschaftung, inklusive des Monitorings für die Gebäude. Dies führt zu einer Vereinfachung der Monitoring-Abläufe und zu Erkenntnissen hinsichtlich Einsparpotenzialen.

Die Lösung ermöglicht Energieeinsparungen, die sich in geringeren Kosten niederschlagen. Außerdem wird die Effizienz bei der Verwaltung des Gebäudes erhöht. Die Fernsteuerung der Heizung reduziert den Zeitaufwand für die Gebäudeverwaltunginsgesamt und für die Verwaltung der Mehrzweckräume. Die Kursleitenden der Vereine haben die Möglichkeit, die Heizung der Räume aus der Ferne ein- und auszuschalten. Es wird erwartet, dass dies zu einer höheren Energieeffizienz und einer stärkeren Beteiligung führt.

Vorstellung der Projektergebnisse


Stadt Neunburg vorm Wald – Digitale Stadtentwicklung

Motivation für den digitalen Zwilling

Planungsszenarien werden bisher im PDF-Format veröffentlicht. Diese langwierigen Planungsprozesse für Bauverfahren werden durch die digitale Darstellung der Modelle innerhalb des digitalen Zwillings vereinfacht und veranschaulicht. Außerdem wird die Akzeptanz durch die Beteiligung der Bürgerschaft gesteigert.


Adressierte Zielgruppen:

  • Bauamt
  • Stadtrat
  • Bauherren
  • Bevölkerung

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Der digitale Zwilling der Stadt Neunburg vorm Wald bietet Zugang zu 3D-Planungsszenarien im Web-Browser und dient als Grundlage für Stadtentwicklungssimulationen. Der digitale Zwilling ermöglicht den Upload und Download von Informationen in unterschiedlichen Geodatenformaten und die Einsicht in Flächennutzungspläne sowie in Kultur- und Baudenkmäler.

Vorstellung der Projektergebnisse


Stadt Pressath in der Oberpfalz – Das digitale Gedächtnis

Motivation für den digitalen Zwilling

Es existiert zwar viel Wissen über die Geschichte der Stadt Pressath, jedoch ist dieses meist analog und an verschiedenen Orten verteilt. Auch durch mangelnde Archivierung von Dokumenten geht die Geschichte der Stadt verloren.


Adressierte Zielgruppen:

  • Bevölkerung
  • Tourismus
  • Schülerschaft

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Mit dem digitalen Zwilling wird historisches Wissen der Stadt Pressath in der Oberpfalz in ansprechender Form zentral bereitgestellt. Es entsteht ein einfacher Zugang zur Geschichte der Stadt für Bürgerschaft und Schulen, und es wird ein zusätzlicher Anreiz für den Tourismus geboten. Neben der Digitalisierung historischer Dateien werden auch analoge Schilder aufgestellt.

Vorstellung der Projektergebnisse


Markt Weisendorf – Smart Village Weisendorf – Möglichkeiten der Innenentwicklung in 3D

Motivation für den digitalen Zwilling

Die bayerische Regierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch zu reduzieren, unter anderem indem die Innenentwicklung über Nachverdichtungen priorisiert wird.


Adressierte Zielgruppen:

  • Verwaltung
  • Grundstücksinhaber
  • Architektur- und Planungsbüros
  • Bürgerschaft

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Der digitale Zwilling von Weisendorf macht einfache Planung für Grundstücksbesitzer möglich. Gleichzeitig werden zukünftig auch komplexe Planungen gemeinsam mit Architekten und Planern im digitalen Zwilling visualisiert werden.

Vorstellung der Projektergebnisse


Stadt Aschaffenburg – Klima-Dashboard

Motivation für den digitalen Zwilling

Die Stadt Aschaffenburg verfolgt mit dem städtischen Klimakonzept das Ziel mikroklimatische Daten zu monitoren, um Hitzeinseln in der Stadt zukünftig vorzubeugen. Echtzeitdaten, die in unterschiedlichen Themenbereichen durch ein Sensorennetzwerk erhoben werden, sollen in einem Smart-Data-Dashboard dargestellt und analysiert werden.


Adressierte Zielgruppen:

  • Mitarbeitende (vor allem durch die Qualifizierung)
  • Stadtgesellschaft

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Durch das Dashboard entsteht ein Überblick über Umweltdaten, wie Luftqualität, Temperatur oder Bodenfeuchte. Es dient der Wirksamkeitsbetrachtung von Maßnahmen im Stadtraum. Durch die öffentliche Visualisierung von Echtzeitdaten ist das Smart-Data-Dashboard auch ein Informationsangebot für die Stadtgesellschaft.

Vorstellung der Projektergebnisse


Kempten – Innenentwicklung durch Bürgerbeteiligung fördern

Motivation für den digitalen Zwilling

Der urbane Datenraum ist verwaltungsintern bereits gut ausgebaut und etabliert. Der digitale Zwilling soll zukünftig nach außen geöffnet und um die Integration dynamischer Daten erweitert werden.


Adressierte Zielgruppen:

  • Bevölkerung
  • Fachplaner, Planungsbüros
  • Investoren, Bauprojektabwickler
  • Entscheider der Verwaltung
  • kommunale Politiker
  • Wirtschaftsförderung

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Mehrwerte für die Kommune und die genannten Zielgruppen

Im digitalen Zwilling der Stadt Kempten werden alle Sinkkästen und Lichtmasten der Stadt eingebunden. Dadurch kommt es zu einem verbesserten Informationsangebot und einer erhöhten Transparenz für Verwaltung und Bürgerschaft.

Folglich kann die Effizienz von Arbeitsläufen der Bürgerhotline 115 sowie des städtischen Bauhofs erhöht werden, indem Anwohnende direkt fehlerhafte Lichtmasten melden und Mitarbeitende des Bauhofs Zugriff auf aktuelle digitale Daten städtischer Sinkkästen erhalten. Weiterhin sollen die Möglichkeiten des digitalen Zwillings als Kommunikationskanal nach innen und außen getestet werden.

Vorstellung der Projektergebnisse

Bibliothek

Leseempfehlungen zum Thema digitale Zwillinge


28. Mai 2024: Der digitale Zwilling Schwabachs wurde 2024 für den Bundespreis Blauer Kompass nominiert – die höchste staatliche Auszeichnung in Deutschland für Projekte zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Weitere Informationen zum Schwabacher Zwilling finden Sie auch im Artikel Wie Schwabachs digitaler Zwilling vor Katastrophen schützt (Quelle: BR).


07. Mai 2024: Digitale Zwillinge: Vielfältige Möglichkeiten (Quelle: Kommune21/Fachzeitschrift zur Verwaltungsmodernisierung)


24. August 2023: Studie Digitale Zwillinge – Potenziale in der Stadtentwicklung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Experimentelles Software Engineering (IESE) und dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswissenschaft und Organisation (IAO).


08. Mai 2023: Bayern plant mit TwinBy (Quelle: Kommune21/Fachzeitschrift zur Verwaltungsmodernisierung)


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