Pressemitteilungen

Digitalgipfel CODE BAVARIA mit Ministerpräsident Söder: Mit Blockchain und XR für Nachhaltigkeit / Digitalministerin Gerlach: „Digitalisierung ist große Chance für Klimaschutz“ / #FutureTech4Climate-Sieger gekürt

19. November 2020

Die Digitalisierung ist eine große Chance für den Klimaschutz. Das ist das Fazit des bayerischen Digitalgipfels CODE BAVARIA 2020 mit Ministerpräsident Dr. Markus Söder, zu dem Digitalministerin Judith Gerlach geladen hatte. Über 500 Teilnehmer diskutierten und informierten sich bei der virtuellen Konferenz über die Potenziale digitaler Technologien für den Klima- und Umweltschutz. Staatsministerin Gerlach gab ebenfalls die fünf Preisträger der Innovation Challenge #FutureTech4Climate bekannt.

Gerlach betonte: „Digitale Technologien können einen großen Beitrag für die Umwelt leisten. Künstliche Intelligenz etwa lässt sich für den Klimaschutz einsetzen, die Blockchain kann bei der Nachverfolgung von Lieferketten oder Rohstoffen helfen. Deshalb müssen wir Digitalisierung und Klimaschutz zusammendenken und entwickeln gerade ressortübergreifend die Agenda ´Natürlich. Digital´.“ Die zugeschaltete britische Verhaltensforscherin Dr. Jane Goodall betonte ebenfalls die Vorteile, die sich durch die Digitalisierung für Ihre Arbeit und den Naturschutz ergeben hätten. Mit Hilfe von Satellitenaufnahmen seien Umweltschäden sichtbarer geworden. Die digitale Kommunikation helfe, diese Informationen leichter zu verbreiten. „Das bedeutet, dass sich mehr Menschen für Veränderungen einsetzen können“, sagte Goodall.

Digitalministerin Gerlach verlieh die mit je 2.500 Euro dotierten Preise der Innovation Challenge #FutureTech4Climate. In der Kategorie „Die überzeugendste digitale Lösung zum Anstoß von klima-/umweltfreundlichen Verhaltensänderungen“ gewann das Projekt „Bavaria Eco Token“. Mit Hilfe der Blockchain-Technologie soll ein Bonussystem für ökologisch nachhaltige Einkäufe geschaffen werden. Über eine App lässt sich der Öko Score eines Produkts anzeigen und nachhaltige Einkäufe werden mit dem so genannten „Bavaria Eco Token“ belohnt.

Die Idee „fair mit liebe“ überzeugte die Jury als marktfähigste digitale Lösung für Klima-/Umweltschutz. Die Online-Plattform für lokale, nachhaltige Mode bildet die Lieferketten und den CO2-Fußabdruck der Produkte ab. Die visionärste und überraschendste Idee für den Einsatz digitaler Technologien für den Klima-/Umweltschutz entstand mit dem Projekt „Das hybride Büro – Momentum 4 Climate“. Das Team setzt dabei kreativ und visionär die Technologie der Extended Reality (XR) für virtuelle Treffen ein und ebnet den Weg in Richtung virtuellen Büroalltag.

Das größte Einsparpotenzial an CO2 wurde der Idee „GreenCrease.ai“ zugesprochen. Diese Lösung setzt bei der Energieeinsparung in Rechenzentren an und bringt den Energiebedarf von Rechenanwendungen mit der Energieversorgung durch erneuerbare Energien zusammen. Der Sonderpreis der Jury ging an „SAVEDiversity“. Mit Hilfe eines digitalen Spiels wird auf vom Aussterben bedrohte heimische Arten aufmerksam gemacht. Biodiversität wird damit spielerisch erfahrbar gemacht. Auf positive und einfallsreiche Weise lenkt das Spiel die Aufmerksamkeit auf bedrohte Arten im eigenen Vorgarten.

Digitalministerin Gerlach lobte die großartigen Leistungen der Beteiligten: „Die Innovation Challenge #FutureTech4Climate war ein voller Erfolg. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben mit ihren kreativen und innovativen Ideen Großartiges für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit entwickelt. Unsere Umwelt ist damit der größte Gewinner dieses Hackathons.“ An der Innovation Challenge vom 13. bis 15. November hatten über 100 Teilnehmer mit unterschiedlichem fachlichem Hintergrund mitgemacht und digitale Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel erarbeitet.

Die Präsentationen aller Teams finden Sie unter https://code-bavaria.de/innovation-challenge#teams