Künstliche Intelligenz als digitaler Lebensretter / Digitalminister Mehring überreicht Förderbescheid für KI-Projekt zur Früherkennung von Herzerkrankungen bei FrauenÂ
22. Dezember 2023
Das Bayerische Staatsministerium für Digitales fördert Früherkennung von Herzinfarkten bei Frauen durch Künstliche Intelligenz (KI). Den Bescheid über knapp 200.000 € für den Baustein „Big Data Datenauswertung“ im Rahmen von „Frau.Herz.KI – Gerechte Medizin für Frauen“ hat Digitalminister Dr. Fabian Mehring bei einem Besuch am Osypka Herzzentrum in München übergeben.
Digitalminister Mehring: „Das Projekt beweist, dass Künstliche Intelligenz längst keine abstrakte Theorie mehr ist, sondern bereits konkreten Mehrwert für die Menschen in Bayern schafft. Mit der Förderung meines Hauses legen wir den Grundstein für eine echte Verbesserung der Herzgesundheit von Frauen. Der Einsatz von KI wird dabei vom Science-Fiction-Schreckgespenst zum digitalen Lebensretter!“
Projektpartner sind das Klinikum rechts der Isar der TU München, das Osypka Herzzentrum und die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland sowie Strategy&.
Dr. Eimo Martens, Klinikum rechts der Isar der TU München: „Die koronare Herzerkrankung ist immer noch eine der häufigsten Erkrankungen in der westlichen Welt und kann im schlimmsten Fall zum Herzinfarkt und zum Tod führen. Gewisse Warnzeichen und Risikofaktoren hierfür sind schon lange bekannt, aber für viele Frauen nicht passend. Mit modernen Technologien sind wir nun in der Lage, geschlechtsspezifische Risikofaktoren zu identifizieren und die Versorgung für alle Geschlechter langfristig zu verbessern!“
Dr. Clemes Jilek, Osypka Herzzentrum München: „Frauen sterben heutzutage immer noch häufiger an Herzinfarkt als Männer. Ein Grund dafür ist, dass Frauen nicht die klassischen Symptome eines Herzinfarkts aufweisen und so erst verzögert behandelt werden. Das vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales geförderte Projekt soll die Erkennung von Herzerkrankungen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz verbessern und in einem zweiten Schritt Risikofaktoren einer Durchblutungsstörung am Herzen identifizieren, die typisch Frau sind. Somit helfen wir der Medizin, dass womöglich in naher Zukunft Frauen nicht mehr so häufig an Herzinfarkt sterben müssen.“
Petra Justenhoven, Sprecherin der Geschäftsführung PwC Deutschland: „Eines der wichtigsten KI-Gesundheitspilotprojekte zur Früherkennung von Herzinfarkten bei Frauen kann nun umgesetzt werden. KI-Anwendungen können dabei helfen, Symptomatiken früher zu erkennen und die Mortalität insbesondere von Frauen durch Herzerkrankungen weiter zu senken. Wir sind stolz auf diese Projektzusammenarbeit. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass Herausforderungen am besten bewältigt werden können, wenn disziplinenübergreifend menschliches Know-how mit wegweisenden Technologien kombiniert wird.“
Gefördert wird im Projekt der Baustein „Big Data Datenauswertung“. Anhand bestehender Datensätze arbeitet eine KI geschlechterspezifische Unterschiede heraus. Die Ergebnisse können dann zur Entwicklung neuer, diskriminierungsarmer KI-Anwendungen für Frauen eingesetzt werden, beispielsweise einem Software-Tool für Ärztinnen und Ärzte.
Pressemitteilung
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HERAUSGEBER
Bayerisches Staatsministerium für Digitales

